Psychotherapie

Mit Verhaltenstherapie wird ein ganzes Spektrum von Formen der Psychotherapie bezeichnet. Die Verhaltenstherapie soll vor allem menschliches Leiden lindern und die Handlungsfähigkeit erweitern. Sie beinhaltet Veränderungen der sozialen Umgebung und der sozialen Interaktion, wobei individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und erweitert werden sollen, um eine bessere Selbstregulation zu ermöglichen. Allen Formen ist gemeinsam, dass die Hilfe zur Selbsthilfe für die Patient*innen im Mittelpunkt steht. Nach Einsicht in Ursachen und Entstehungsgeschichte der Probleme sowie Wertschätzung der Ressourcen und individuellen Bewältigungsstrategien werden gemeinsam Möglichkeiten und Handlungsspielräume erarbeitet, mit denen zukünftig ein besserer Umgang angestrebt und eine Verbesserung der Lebensqualität erreicht werden kann.

Psychoonkologie

Die Diagnose „Krebs“ stellt Betroffene und Angehörige vor eine neue Lebenssituation, die viele Veränderungen mit sich bringen kann. Die Anpassung an diese Veränderungen ist eine große Herausforderung und wirft viele Fragen auf. In dieser Situation zu unterstützen, ist ein Anliegen der Psychoonkologie. Ich biete Ihnen in Gesprächen die Gelegenheit, Gefühle und Gedanken anzusprechen sowie eine Einstellung zur Erkrankung zu finden, die Belastungen durch die Behandlung und des Alltags verringert. Diese - individuell unterschiedliche - Anpassung an die veränderte Lebenssituation benötigt Zeit und Unterstützung, damit Sie die für Sie notwendigen und hilfreichen Schritte gehen können. Darüber hinaus können Informationen über Erkrankung, Behandlungsmöglichkeiten und Perspektiven hilfreich sein. Wissen kann Ängste und Vorurteile relativieren und somit bei der Krankheitsverarbeitung helfen. Häufig wirken Gespräche im geschützten Rahmen über das, was Sie beschäftigt, schon entlastend. Im Rahmen der Erkrankung rückt das Thema „Krebs“ häufig so sehr in den Mittelpunkt des Lebens, dass andere Dinge völlig in den Hintergrund geraten. Leider gehören dazu auch angenehme Ereignisse, die Ihnen gut getan haben oder gut tun können. Diese angenehmen Erlebnisse sind jedoch ganz entscheidend für Ihr Wohlbefinden, welches Sie in der jetzigen Situation brauchen, um diese besser bewältigen zu können. Hierbei gebe ich Ihnen gern Unterstützung, wie Sie Ihr Wohlbefinden positiv beeinflussen können.

Schmerzpsychotherapie

Wer unter Schmerzen leidet, sucht in der Regel zunächst im somatischen Behandlungsfeld Hilfe und Unterstützung. Doch häufig ist dieser Weg bei chronischen Schmerzproblemen nicht ausreichend und effektiv. Viele Behandlungsversuche mit oft unzureichendem Erfolg können langfristig zu Frustrationen und Folgeproblemen in anderen Lebensbereichen führen. Diese Beeinträchtigungen können sich wiederum ungünstig auf die Schmerzsymptomatik auswirken. Schmerzen sind kein rein somatisches Geschehen, sondern mit geprägt und beeinflusst durch psychologische Phänomene wie die gedankliche und emotionale Bewertung, individuelle Erfahrungen und Bewältigungsstrategien. Unter Schmerzen zu leiden, ist keine psychische Störung. Schmerzen sind ein Teil des Lebens und der Lebenserfahrung. Schmerzen haben Folgen, die wiederum die Schmerzen beeinflussen können im Sinne einer Verstärkung und Chronifizierung. Mit Hilfe der Schmerzpsychotherapie werden speziell diese Mechanismen betrachtet und bearbeitet, die einen besseren Umgang mit den Schmerzen sowie eine Verbesserung des psychischen Wohlbefindens und der Lebensqualität zu ermöglichen, da häufig eine Schmerzfreiheit nicht erreicht werden kann.

Geschlechtsidentität

Trans*- und Intergeschlechtlichkeit betrachte ich nicht als eine Störung oder Erkrankung, sondern als eine Variante innerhalb des Spektrums der Geschlechtervielfalt. Menschen mit Fragen zur Geschlechtsidentität sind häufig mit vielfältigen Herausforderungen und Belastungssituationen im privaten, beruflichen, sozialen und medizinischen Umfeld konfrontiert. Unwissenheit, Vorurteile, mangelnde Akzeptanz, Tabuisierung und Pathologisierung bestimmen oft die Begegnungen. So kann es in verschiedenen Bereichen zu schwierigen Situationen kommen, die zu Krisen sowie seelischen und körperlichen Beeinträchtigungen führen können. Ich begleite sie gern auf dem Weg zu einem selbstbestimmten Leben in Ihrer geschlechtlichen Identität, die natürlich auch Fragen der sexuellen Orientierung beinhalten kann.